Straßengestaltung rund um den Bilker Bahnhof

Unsere Leitideen für nächste Schritte der Straßengestaltung sind:

1. Wir wollen in allen Straßen rund um die Bilker  Arcaden in Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern - und auch mit den Interessenverbänden der Wirtschaft - die Fahrradverbindungen verbessern, mehr Platz für Fußgänger auch vor den vor den Schaufenstern schaffen und mehr Grünecken zum Verweilen im öffentlichen Raum haben. Neue Logistikkonzepte sollen in speziellen Parkbuchten ein abgestimmtes Be- und Entladen ermöglichen und so den Bedarf an Parkplätzen verringern. Gemeinsame Hol- und Bringdienste der Einzelhändler für die Einkäufe der Kunden machen das Shopping bequem und verringern den Anfahrtbedarf beim Einkaufen.

2. Für die östliche Bilker Allee fehlt bisher ein Konzept. Wir fordern Politik und Verwaltung auf, mit allen Anliegern eine Zukunftsplanung zu entwickeln.

3. Das gleiche gilt für die Brunnenstraße, nachdem  feststeht, dass die U-Bahn vor dem Bilker Bahnhof auftaucht und neben der Aachener Str. in dichter Folge durch die Brunnenstr. fährt.

4. Die Friedrichstraße wird entsprechend dem neuen Düsseldorfer Einzelhandelskonzept bis zum Bilker Bahnhof vom Stadtteil- zum Stadtbereichszentrum aufgewertet. Damit bieten sich für die Zeit nach der Fertigstellung der U-Bahn große Möglichkeiten der Neuplanung.

Bitte beteiligen Sie sich weiterhin engagiert für: mehr Lebensqualität im Stadtbezirk!




Integrationspapier aus dem Stadtbezirk 03


Verabschiedet von den Ortsvereinen Bilk, Frei- lichtbühne (Flehe, Volmerswerth), Hennekamp und Unterbilk-Hamm-Hafen sowie der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 03

Die SPD im Stadtbezirk 3 hat Ende des Jahres 2005 eine Arbeitsgruppe zum Thema "Integration im Stadtbezirk" eingerichtet. Diese kommt nun zu folgenden Ergebnissen:

Die Grundlage jeder Integration ist das Grundgesetz. Alle Mitglieder der Gesellschaft haben die Pflicht, Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Das setzt den gegenseitigen Willen zum Miteinander voraus, denn gelungene Integration führt immer auf eine gemeinsame neue gesellschaftliche Ebene und eben nicht einseitig von den zu Integrierenden hin in die Mitte der Gesellschaft.

Diskriminierung hat immer dieselben Methoden und Ziele, nur die einzelnen Gruppen unterscheiden sich. Aus diesem Grund ist die Zusammenfassung der Betroffenen ein positives Merkmal dieses Ansatzes zur Integration. Diversität/Vielfalt geht von den Stärken der zu integrierenden Gruppen aus.

Die SPD im Stadtbezirk 3 leh
nt sich bei der Definition benachteiligter und zu integrierender Gruppen an die Anti-Diskriminierungsrichtlinien der EU an. Die Richtlinien sind bereits von fast allen EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt worden; in Deutschland geschah dies durch das am 18. August 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die zu integrierenden Gruppen sind demnach: Behinderte, Frauen, Lesben und Schwule, Migrantinnen und Migranten sowie Seniorinnen und Senioren.

Darüber hinaus legen wir den Ansatz des Diversitätsmangements (Vielfaltsdebatte) der Industrie zugrunde, wonach jeder Einzelne eine Bereicherung für die Gesamtheit ist. Konzerne wie z.B. Ford, Lufthansa oder BP praktizieren diesen Ansatz bereits. Der Ansatz verzichtet darauf, für jede der Gruppen eine(n) eigene(n) Beauftragte(n) (Behinderten-, Frauen- und Migrationsvertretung) zu stellen. Er geht vielmehr davon aus, spezifische Stärken auszubauen und zu nutzen, wie etwa die Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationsintergrund, die besonderen Kompetenzen von Behinderten oder die langjährige Lebens- und Arbeitserfahrung Älterer. Alle diese besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten bringen uns gemeinsam voran.

Die wichtigste Grundlage ist und bleibt aber die gegenseitige Kommunikationsfähigkeit. Die Stadtbezirks-SPD muss mit den Gruppen sprechen und auf sie zugehen.

Den zu erwartenden demographischen Wandel in Deutschland, in den Bundesländern und Gemeinden, können nur die Einheiten meistern, die eine Antwort darauf geben können, wie gelungene Integration funktioniert. Durch die globalisierten Märkte wird für die Industrie die Standortfrage auch durch die Zahl der Fachkräfte und der Abnehmer von Produkten bestimmt. Es kommt darauf an, im Dialog mit den Menschen durch Beteiligungsstrukturen Räume so zu gestalten, dass sie lebens- und liebenswert werden. In Anlehnung an unser Bezirkswahlprogramm wurde an der konkreten Umsetzung von Integration im Stadtteil gearbeitet. In den nächsten Jahren sollte die Politik vorantreiben, was wir vor Ort erarbeiten.

Die SPD im Stadtbezirk 3 wird zu den unterschiedlichen Gruppen Kontakt aufnehmen. Sie wird gemeinsame Treffen organisieren und damit auch die Vernetzung unter den Gruppen anstoßen. Solche Foren sollten auf Bezirksvertretungsebene kontinuierlich durchgeführt und hauptamtlich begleitet werden. Es soll damit auch die Selbsthilfe der zu Integrierenden gestärkt werden. Hierbei können wir als Parteimitglieder mit unserem Wissen helfen.

Die Ortsvereine sollten einen Dialog mit den zu integrierenden Gruppen zur Stadtteilgestaltung führen. Perspektivisch sollen - bei Einverständnis bzw. Interesse - auch gemeinsame Projekte in Angriff genommen werden. Die Gruppen sollten auch bei bestimmten politischen Tagesgeschäften mit einbezogen werden, wie das jetzt schon teilweise bei Seniorinnen und Senioren sowie Migrantinnen und Migranten der Fall ist. Die gesamte Bevölkerung muss angesprochen werden.

Die SPD im Stadtbezirk 3 wird gemeinsam mit den hier lebenden Menschen diese Integrationsansätze umsetzen.